Jahreskonferenz des Forschungszentrums „Transformations of Political Violence (TraCe)“: Beyond the Spectacle. Interdisciplinary Approaches to Slow Violence and Political Harm

In einer Zeit, in der offene politi­sche Aggression und exzessive Gewalt­anwendung durch staatliche Akteure den globalen Medien­diskurs und die öffentliche Debatte dominieren, bleiben subtilere For­men von Gewalt oft uner­kannt. Wie können wir diese For­men der Gewalt verstehen, beob­achten und theoreti­sieren? Und in welchem Verhält­nis stehen sie zu den auffälligeren Formen direkter Ge­walt, die den öffent­lichen Dis­kurs beherrschen? Das Konzept der „slow violence“ bietet einen inter­disziplinären Rahmen für die Beobachtung und Unter­suchung dieser subtilen Gewalt­dynamiken. Es durchbricht die traditionellen Vor­stellungen von Gewalt und lenkt die Aufmerk­samkeit darauf, wie strukturelle Ungleich­heiten über lange Zeit­räume hinweg grund­legendes, aber uner­kanntes Leid er­zeugen. 

Auf­bauend auf dieser konzeptio­nellen Öff­nung zielt die TraCe-Jahres­konferenz „Beyond the Spectacle: Interdisciplinary Approaches to Slow Violence and Political Harm“ vom 19. bis 21. November 2025 in Mar­burg darauf ab, die Forschung zu Gewalt und ihrer Trans­formationen zu ver­tiefen. Eröffnet wird die TraCe-Jahres­konferenz von einem deutsch­sprachigen Dialogpanel. Die wissen­schaftliche Kon­ferenz wird in eng­lischer Sprache aus­gerichtet. 

Das Programm: https://www.trace-center.de/veranstaltungen/jahreskonferenzen/beyond-the-spectacle

Eine Anmeldung ist  via https://eveeno.com/slow-violence möglich. Die Kon­ferenz wird von Felix AnderlKristine Andra AvramThorsten BonackerAnika Oettler und Mariel Reiss (alle Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg) organisiert. Rückfragen zur Konferenz können an trace(at)staff.uni-marburg.de gerichtet werden.